Ein Mann sitzt vor einem Bildschirm

Tätigkeiten an Bildschirmgeräten

 

Internet, Computer und sonstige Bildschirmgeräte sind bei fortschreitendem digitalen Wandel in unserer Gesellschaft an fast keinem Arbeitsplatz mehr wegzudenken. Neben der Arbeitsplatzergonomie spielen dabei die Augen eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden. Bereits leichte Sehschwäche kann bei längerer Bildschirmarbeit das Wohlbefinden merklich beeinflussen. Zur frühzeitigen Erkennung und Behebung solcher Beeinträchtigungen muss der Arbeitgeber bzw. Dienstherr den Beschäftigten auf Grundlage der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) ein Vorsorgeangebot mit Beratung und einer angemessenen Untersuchung der Augen und des Sehvermögens anbieten.

FAQ

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) regelt u.a. auch die Angebotsvorsorge bei Tätigkeiten an Bildschirmgeräten. Angebotsvorsorge muss der Arbeitgeber bzw. Dienstherr den Beschäftigten regelmäßig anbieten. Die Betroffenen können jedoch frei entscheiden, ob sie das Angebot annehmen möchten oder nicht. Die Angebotsvorsorge bei Tätigkeiten an Bildschirmgeräten enthält das Angebot auf eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens und ist in der Arbeitsmedizinischen Regel (AMR) 14.1 beschrieben. Beratung und Untersuchung werden bei Lehrkräften und Landesbediensteten des außerschulischen Bereiches in Baden-Württemberg durch die B·A·D durchgeführt.

Die flächendeckende Umsetzung der Angebotsvorsorge Bildschirmarbeit an öffentlichen Schulen wird derzeit in Zusammenarbeit zwischen dem Kultusministerium Baden-Württemberg und dem B·A·D konzipiert und startet mit einem Pilotprojekt an ausgewählten Schulen im 1. Quartal 2019.

Zwei Frauen führen ein Sehtest durch

Unabhängig vom Pilotprojekt und der weiteren flächendeckenden Umsetzung der Angebotsvorsorge bei Bildschirmtätigkeit besteht für Beschäftigte die Möglichkeit, sich bei aktuellem Beratungsbedarf zur Bildschirmarbeit (z.B. wegen vorhandener Beschwerden am Bildschirmarbeitsplatz) durch einen Betriebsarzt/ eine Betriebsärztin der B·A·D beraten zu lassen.

Grundsätzlich tragen Sie als Brillenträger an Ihrem Bildschirmarbeitsplatz dieselbe Brille wie im alltäglichen Leben (Universalbrille). Wenn jedoch die Anpassungsfähigkeit Ihrer Augen an die Sehabstände in der Nähe abnimmt – typischerweise mit zunehmendem Alter – und Ihre Universalbrille ggf. auch nach Anpassung der Gläserstärken nicht mehr ausreicht, hilft eine speziell für den Arbeitsplatz konzipierte Brille. Diese unterstützt Sie bei Ihren konkreten Sehaufgaben am Arbeitsplatz. Die Kosten für die spezielle Sehhilfe, die ausschließlich für Ihre Tätigkeit am Bildschirmarbeitsplatz bestimmt ist, übernimmt in der Regel der Arbeitgeber in erforderlichem Umfang.

Sehhilfen am Bildschirmarbeitsplatz

Die Angebotsvorsorge Bildschirmtätigkeit beim Betriebsarzt ersetzt keine Augenarztbesuche aus arbeitsplatzunabhängigen Anlässen (z.B. erforderliche Brillenneuverordnung, Gläserstärkekorrekturen vorhandener Universalbrillen, Augeninnendruckmessung, weitere ophthalmologische Gründe). Betriebsärztliche Beratung/Untersuchung wegen ausschließlicher Beschaffung einer Bildschirmarbeitsplatzbrille ist nicht erforderlich, wenn deren Notwendigkeit durch einen Augenarzt bereits bei einem persönlichen Konsultationsanlass festgestellt und bestätigt wurde. Eine alleinige Bescheinigung durch einen Augenoptiker ist nicht ausreichend für die Beantragung der Kostenerstattung.

Frau fasst sich an die Brille

Die Angebotsvorsorge Bildschirmtätigkeit beim Betriebsarzt bietet die Möglichkeit, sich neben ergonomischen Fragestellungen zum Bildschirmarbeitsplatz auch zur Notwendigkeit einer speziellen Sehhilfe beraten zu lassen, wenn trotz angepasster Universalbrille(n) Beschwerden im Arbeitsplatzkontext vorliegen. Zu beachten sind dabei neben der allgemeinen Bildschirmarbeitsplatzergonomie unter anderem die Entfernung zum Monitor, zur Tastatur, zu den Arbeitsunterlagen und falls gegeben zum Publikumsverkehr. Als Ergebnis der betriebsärztlichen Beratung mit Sehtest bei der Angebotsvorsorge könnte neben Empfehlungen zur verbesserten Arbeitsplatzergonomie auch die Notwendigkeit einer Bildschirmarbeitsplatzbrille festgestellt werden.

Für den betriebsärztlichen Vorsorgetermin füllen Sie bitte den unten zum Download angebotenen Fragebogen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Bildschirmarbeit aus (Hinweis: Ausfüllen des Fragebogens ist freiwillig, erleichtert aber die Beratung und die Zusendung der erforderlichen Bescheinigungen).

Bitte bringen Sie zum Bildschirmvorsorgetermin den Fragebogen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Bildschirmarbeit sowie alle von Ihnen verwendeten Sehhilfen, evtl. vorhandenen Brillenpass (Kopie) oder evtl. vorhandenen Augenarztbefund (Kopie) mit.

Bei Teilnahme an einem Gruppentermin zur Vorsorge bei Bildschirmarbeit an Ihrer Schule/Dienststelle (z.B. Schule im Pilotprojekt) bitten wir um Beachtung des dann schul-/dienststellenintern kommunizierten Organisationsablaufes.

Ein erforderlicher Einzeltermin zur Bildschirmvorsorge aus aktuellem Anlass kann im nächstgelegenen B·A·D-Gesundheitszentrum über das Kontaktformular unter dem Button „Arbeitsmedizin“ (siehe unten) veranlasst werden.

Bitte beachten Sie bei einer Brillenbestellung in Abstimmung mit Ihrem Augenoptiker die möglichen Ausstattungsmerkmale für Zuzahlungsfreiheit auf Grundlage der bestehenden Vereinbarung zur Lieferung von Bildschirmarbeitsplatzbrillen zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Südwestdeutschem Augenoptikerverband (SWAV). Eine Übersicht aller beteiligten Vertragspartner finden Sie hier.

Bei weiteren Fragen zur Abrechnung und Kostenerstattung Ihrer Bildschirmarbeitsplatzbrille wenden Sie sich bitte an den Bereich Arbeitsschutz in Abteilung 7 Ihres zuständigen Regierungspräsidiums.


Bitte verwenden Sie bei einem persönlichen betriebsärztlichen Beratungswunsch (z.B. wegen aktueller Beschwerden am Bildschirmarbeitsplatz) die Einzelanfrage für eine Vorsorge bei Tätigkeiten an Bildschirmgeräten

Kontaktformular zur Klärung organisatorischer Anforderungen bei der Durchführung eines Sehtests an Ihrer Schule:

Dieses Kontaktformular richtet sich ausschließlich an die Schulleitung der im aktuellen Kalenderjahr für die Durchführung der Vorsorge ausgewählten Schulen.

Wichtiger Hinweis: Bitte senden Sie uns auf elektronischem Weg keine unverschlüsselten vertraulichen Informationen oder medizinischen Unterlagen wie Atteste oder Laborbefunde! Bei Bedarf vereinbaren wir einen sicheren Übermittlungsweg (z.B. verschlüsselte E-Mail, Telefon, Fax, Postweg) sowohl für Ihren als auch unseren Kommunikationsanlass.

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