Personengruppe mit Sicherheitshelmen

Sicherheitstechnik

Die sicherheitstechnische Beratung ist ein wichtiger Baustein der Arbeitsschutzorganisation und beinhaltet die Unterstützung bei der Beurteilung von Arbeitsbedingungen hinsichtlich Arbeitssicherheit, Gefährdungen und Belastungen, Unterstützung bei der Durchführung von Sicherheitsunterweisungen und die Teilnahme an Arbeitsschutzausschusssitzungen (ASA).

Diese Beratungsleistungen werden durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit der B·A·D im Hinblick auf die folgenden allgemeinen Aufgaben durchgeführt. Die Zuständigkeit des Sachkostenträgers für den Bau und die Ausstattung der Schule ist seitens der Schule zu berücksichtigen.

  • Beratung der Schulleitung und der Lehrkräfte zu allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, bei der Unfallverhütung, bei der Planung von Arbeitsschutzmaßnahmen, bei der Umsetzung zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, der Arbeitsumgebung, des Arbeitsablaufes und der Arbeitsorganisation, bei der Umsetzung zur Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen sowie der Auswahl und der Erprobung persönlicher Schutzausrüstung
  • Beratung zu Schulgebäude und Schuleinrichtung (Verhandlungsgegenstand zwischen Schulleitung und Sachkostenträger). Hierbei ist die Zuständigkeit des Sachkostenträgers für den Bau und die Ausstattung der Schule zu berücksichtigen
  • Begehung der Arbeitsplätze und Beobachtung von Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsschutz und Unfallverhütung
  • Unterstützung und Beratung bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Teilnahme an den Arbeitsschutzausschusssitzungen (ASA) unter Einbringung sicherheitstechnischer Kompetenz
Älterer Mann zeigt jüngerem Mann die Sicherheitshinweise

Praktische Tätigkeiten der Fachkräfte für Arbeitssicherheit im Schulbereich sind beispielsweise:

Stolperfalle durch Kabelsalat auf dem Fußboden
  • Beratung zur Umsetzung der Arbeitsschutzorganisation im Hinblick auf Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung der Lehrkräfte, Aushänge zum Brandschutz und zur Ersten Hilfe, Maßnahmen für schutzbedürftige Personengruppen, Bestellung Sicherheitsbeauftragte für den inneren Schulbereich, Bereitstellung Persönliche Schutzausrüstung, Betriebsanweisungen, Notfallorganisation, Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz
  • Beratung zu sicheren Verkehrs- und Fluchtwegen im Hinblick auf Fluchtweglängen und -breiten, Sammelplätze, Fluchtwegkennzeichnung, Stolperstellen, Glasflächen, Handläufe und Geländer, freie Passierbarkeit, Brandlasten, Flucht- und Rettungswegtüren, Freihaltung von Feuerwehrstellflächen und -zufahrten
  • Beratung zur Einhaltung von Prüfanforderungen an Arbeitsmittel im Hinblick auf Leitern und Tritte, Laborabzüge (Digestoren), Sicherheitsschränke, Feuerlöscher, sonstige Brandschutzeinrichtungen, Schultafeln, Elektrische Anlagen und Geräte

FAQ

Die Abkürzung ASA steht für Arbeitsschutzausschuss. An den Dienststellen, an welchen ein örtlicher Personalrat besteht, ist ein solcher Arbeitsschutzausschuss einzurichten. Der Arbeitsschutzausschuss an den Dienststellen berät Anliegen des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dies wird in der Rahmendienstvereinbarung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement geregelt.

 In Anlehnung an § 11 Arbeitssicherheitsgesetz setzt sich der Arbeitsschutzausschuss wie folgt zusammen:

  • Schulleiter/in bzw. Stellvertreter/in (Vorsitz),
  • zwei (soweit vorhanden) vom örtlichen Personalrat bestimmte Personalratsmitglieder,
  • Sicherheitsbeauftragte/r für den inneren Schulbereich
  • Betriebsarzt/ärztin
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit

Der Betriebsarzt/die Betriebsärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit nehmen an einer Sitzung des Arbeitsschutzausschusses je Schuljahr teil. Die Teilnahme des Betriebsarztes/der Betriebsärztin und/oder der Fachkraft für Arbeitssicherheit an weiteren Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses im Schuljahr erfolgt bei Bedarf oder auf Antrag des Örtlichen Personalrates.

Die Vertrauensperson der Schwerbehinderten sowie die Beauftragte für Chancengleichheit haben das Recht an den Sitzungen beratend teilzunehmen. Bei Bedarf können noch weitere Experten und Beauftragte eingeladen werden. Details dazu können Sie der Rahmendienstvereinbarung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entnehmen.

Nach § 5 Abs. 1 ArbSchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, durch eine Beurteilung die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, um Maßnahmen des Arbeitsschutzes festzulegen. Nach § 6 ArbSchG ist die Beurteilung zu dokumentieren. Die Beurteilung ist je nach Art der Tätigkeit vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend. Die Gefährdungsbeurteilung ist eine systematische Ermittlung von Gefährdungen sowie deren Bedingungen, unter denen sie wirksam werden. Daraus abzuleitende Schutzmaßnahmen orientieren sich an den Beurteilungskriterien, Rechtsgrundlagen und Schutzzielen nach Stand von Wissenschaft und Technik.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit hat die Aufgabe, die Schulleitung und Lehrkräfte zu allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, bei der Unfallverhütung, bei der Planung von Arbeitsschutzmaßnahmen, bei der Umsetzung zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, der Arbeitsumgebung, des Arbeitsablaufes und der Arbeitsorganisation, bei der Umsetzung zur Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen sowie der Auswahl und der Erprobung persönlicher Schutzausrüstung zu beraten.

Außerdem berät und unterstützt sie bei der Erstellung und Dokumentation von Gefährdungsbeurteilungen.
Durch Begehungen der Arbeitsplätze und Beobachtung von Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsschutz und Unfallverhütung unterstützen Fachkräfte für Arbeitssicherheit die Schulleitung bei der Verbesserung von Verhältnis- und Verhaltensprävention.

Typische Themen beziehen sich auf die Beratung zur Umsetzung der Arbeitsschutzorganisation in Schulen, z.B. Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung der Lehrkräfte, Aushänge zum Brandschutz und zur Ersten Hilfe, Maßnahmen für schutzbedürftige Personengruppen, Bestellung von Sicherheitsbeauftragten für den inneren Schulbereich, Bereitstellung Persönliche Schutzausrüstung, Betriebsanweisungen, Notfallorganisation, Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz. Einen weiteren Beratungsschwerpunkt bildet die Beratung zu sicheren Verkehrs- und Fluchtwegen im Hinblick auf Fluchtweglängen und -breiten, Sammelplätze, Fluchtwegkennzeichnung, Stolperstellen, Glasflächen, Handläufe und Geländer, Brandlasten etc.

Die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit kann über das nachstehende Formular kontaktiert werden.

Die Bestandsaufnahme der Begehungen wird in einem Protokoll dokumentiert. Dabei werden festgestellte Abweichungen, die in den Bereich des Schulträgers fallen, separat aufgeführt, jedoch ohne Maßnahmenvorschlag. Die den Zuständigkeitsbereich des Schulträgers betreffenden Teile des Protokolls sollten diesem zur Umsetzung von Maßnahmen zugeleitet werden. Besteht weiterer Beratungsbedarf zur Umsetzung von Maßnahmen seitens des Schulträgers, kann auf dessen Anforderung eine Einbindung der B·A·D-Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgen. Hierfür entstehende Kosten werden jedoch nicht vom Land übernommen.

Die Verantwortung im Arbeitsschutz für den Schulbereich teilen sich die Schulleitung (für den inneren Schulbereich) und der Schulträger (für den äußeren Schulbereich). Die Kooperation von Schulträger und Schulleitung ermöglicht die konsequente Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Beispiel Erste-Hilfe: Der Schulträger sorgt für die Bereitstellung der Erste-Hilfe-Ausstattung. Die Schulleitung organisiert die Erste-Hilfe durch z.B. Organisation der Rettungskette und Ersthelfer.

Als Schulleitung sind Sie somit zuständig für die Organisation und den sicheren Ablaufs des Schulbetriebs und damit u. a. verantwortlich z. B. für: organisatorische und personelle Regelungen sowie die Schulordnung.
Eine Handreichung zum Arbeitsschutz an Schulen finden Sie im Mitarbeiterportal der Kultusverwaltung (Intranet) unter Personal /Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz / Arbeitsschutz im Schulbereich /Allgemeine Informationen.

Kontaktformular für weitere Fragen zur Sicherheitstechnik:

(Bitte beachten Sie, dass Anfragen zu ASA-Sitzungen unter dem Formular ASA zu stellen sind)

Dieses Formular wird an die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit Ihrer Schule/ Dienststelle gesendet.

Bitte informieren Sie uns über den Kontakt Kundenkoordination, falls Ihre Schule/Dienststelle nicht aufgeführt ist

Wichtiger Hinweis: Bitte senden Sie uns auf elektronischem Weg keine unverschlüsselten vertraulichen Informationen oder medizinischen Unterlagen wie Atteste oder Laborbefunde! Bei Bedarf vereinbaren wir einen sicheren Übermittlungsweg (z.B. verschlüsselte E-Mail, Telefon, Fax, Postweg) sowohl für Ihren als auch unseren Kommunikationsanlass.

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