Eine Waage aus Steinen steht in der Waage

Gesundheitsförderung

 

Unsere Ziele:

  • Gesund in alltäglichen Belastungssituationen bleiben
  • Individuelles Repertoire an unterstützenden Strategien zur Gesundheit erweitern
  • Flexibilität des Bewältigungshandelns in alltäglichen Situationen erhöhen
  • Förderung der mentalen Balance

Schulen und weitere Bildungseinrichtungen sind auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Ihre Gesundheit und Motivation sind für die Ziele und den Erfolg unseres Bildungssystems eine mitentscheidende Voraussetzung. Die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten ist ein relevantes Potential unserer Gesellschaft. Der Prävention kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Maßnahmen aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement dienen neben dem Erhalt auch dem Ausbau der Arbeitsfähigkeit auf verschiedenen Ebenen.

Gesundheitsförderungsmaßnahmen für Lehrkräfte und Landesbedienstete sollten bereits mit Beginn der Berufstätigkeit ergriffen werden, um in dieser frühen beruflichen Selbsterfahrungsphase möglichen psychomentalen Belastungen und Beanspruchungen schon mit wirkungsvollen Verhaltenskonzepten begegnen zu können.

Unsere Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung orientieren sich an den spezifischen Herausforderungen und Bedarfen des (beruflichen) Alltags:

  1. Gesellschaftliche Einflüsse bringen neue Herausforderungen
    Zu den gesellschaftlichen Einflüssen zählen in erster Linie die beruflichen Anforderungen und Herausforderungen, die zu einem großen Teil durch gesellschaftsstrukturelle Veränderungen hervorgerufen werden. Die vermittelten Bewältigungsstrategien zielen auf den verbesserten Umgang mit Belastungen und den Ausbau von geeigneten Ressourcen und Handlungskompetenzen ab.


  2. Veränderungen im Schulalltag
    Der Zeitdruck wird größer, die Erholungspausen werden kürzer oder können nur eingeschränkt genutzt werden. Hinzu kommen Konflikte durch verändertes Schülerverhalten und Leistungsunterschiede innerhalb der Klassen. Eltern fordern immer mehr, geben ihren Kindern jedoch selbst nicht immer wirkungsvolle Impulse bei der Entwicklung ihrer Sozialkompetenz mit auf den Weg. Immer mehr Pädagogen berichten von Anerkennungsmangel.


  3. Es wird zunehmend wichtiger, Arbeits- und Privatleben miteinander zu vereinbaren oder auch abgrenzen zu können
    Als Folge der beschriebenen Belastungen kann es zu einer Zunahme von körperlichen und psychischen Erkrankungen (stressassoziierte Leiden, depressive Syndrome) kommen. Lehrkräfte sollten entsprechend gerüstet werden, indem geeignete Ressourcen und Werkzeuge zur Prävention vermittelt werden.


  4. Neben dem Erhalt und dem Ausbau der psychischen und körperlichen Gesundheit liegen wichtige Ressourcen im Schulklima und in der sozialen Unterstützung durch Kollegium und Vorgesetzte
    Pädagogischer Konsens, eine gute Kommunikation im Kollegium und gesundes Führungsverhalten können tätigkeitsimmanente Belastungen hervorragend puffern. Präventive Maßnahmen aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement helfen dabei, Ressourcen auszubauen und zeigen Werkzeuge auf für die wiederkehrenden Belastungen und Herausforderungen.


Ausgehend von diesen Herausforderungen haben wir die nachfolgenden Schulungsangebote entwickelt:

Es wurden in erster Linie Maßnahmen ausgewählt, welche die Selbstregulationskompetenz der Lehrer fördern.
Ein Schwerpunkt liegt in der Stärkung der persönlichen Kompetenzen zur Gesundheitsförderung. Zusätzlich werden die Möglichkeiten zur Gestaltung der Bedingungen, welche die Gesundheit beeinflussen, thematisiert. Die Beschäftigten sollen mittels der Kompetenzerweiterung im Hinblick auf gesundheitsförderliche Aspekte in der Arbeit weiter qualifiziert werden.

Aus den Überlegungen zur Bewältigung der vielseitigen Herausforderungen in Lehrberufen lassen sich die folgenden Maßnahmen zur verbesserten Arbeitsfähigkeit, mehr Arbeitszufriedenheit und der Gesundheit ableiten.

Die Maßnahmen können in den folgenden Formaten durchgeführt werden. Somit ist es möglich, sie miteinander im Baukastenprinzip geeignet zu kombinieren.

Im Folgenden werden die Maßnahmen ihren Schwerpunkten entsprechend aufgelistet.

Körperliche Gesundheit: Aufbau eines gesunden Lebensstils

Zum Themenschwerpunkt „Aufbau eines gesunden Lebensstils“ gehören Maßnahmen, die in erster Linie der Verbesserung der körperlichen Gesundheit dienen.

Interaktive Vorträge

  • Gesundheit ist nicht alles, oder?
  • Das Kreuz mit dem Kreuz

Workshop-Module (Baukasten möglich)

  • Gesund am Bildschirmarbeitplatz // bei sitzender Tätigkeit
    • Modul 1: Augengesundheit am Bildschirmarbeitsplatz
    • Modul 2: Venengesundheit am Arbeitsplatz
    • Modul 3: Locker vom Bürohocker – Gesund im Schulalltag
    • Modul 4: Optimales Training für das Herz-Kreislauf-System und die Ausdauer
    • Modul 5: Gehirnfitness

Halbtagesworkshops

  • Ressourcenorientiertes Gesundheitstraining
  • Rücken und Ergonomie - Das Kreuz mit dem Kreuz
  • Stimmtraining

Psychische Gesundheit: Stressprävention, Reflektierter Perfektionismus, Flexibler Optimismus

Dieser Schwerpunkt dient dem Ausbau der Bewältigungsstrategien zur Verbesserung und dem Erhalt der psychischen Gesundheit.

Interaktive Vorträge

  • Selbstbeeinflussung
  • Stress und psychische Belastungen
  • Resilienz – Der Weg zur inneren Widerstandskraft

Workshop-Module (Baukasten möglich)

  • Gelassen und sicher mit Stress umgehen (in Anlehnung an Prof. Dr. Kaluza):
    • Modul 1: Instrumentelle Stressprävention – Anforderungen aktiv angehen
    • Modul 2: Mentale Stressprävention – Förderliche Einstellungen entwickeln
    • Modul 3: Regenerative Stressprävention – Entspannungs- und Erholungstraining
    • Modul 4: Starke Psyche – gesund und zufrieden bei der Arbeit

Halbtagesworkshop

  • Resilienz – Der Weg zur inneren Widerstandskraft

Psychische Gesundheit: Selbstorganisation am Arbeitsplatz, Zeitmanagement

Bei diesem Schwerpunkt erhalten die Teilnehmer Tipps zur Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Anwendung von Arbeitstechniken.

Interaktiver Vortrag

  • Persönliche Arbeitstechnik: So organisiere ich mein Arbeitszimmer und arbeite rationeller. In fünf Schritten zu mehr Ordnung, Übersicht, Zeitersparnis und entspanntem Arbeiten.

Halbtagesworkshop

  • Persönliche Arbeitstechnik und Selbstmanagement – Wie man die Dinge geregelt bekommt und den Alltag entrümpelt

Psychische Gesundheit: Regelmäßige Entspannung

In diesem vorwiegend praxisorientierten Themenschwerpunkt werden aktiv Entspannungstechniken eingeübt.

Halbtagesworkshop

  • Achtsamkeit als Beitrag zur Stressbewältigungskompetenz in Lehrberufen

Soziale Gesundheit: Resistente Kritik-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit

Hier erhalten die Teilnehmer wertvolle Tipps und Beratung zur Kommunikation und zum Umgang mit Konflikten sowie zu spezifischen Herausforderungen des Lehreralltages.

Halbtagesworkshops

  • Kollegiale Praxisberatung für Lehrkräfte
  • Burnoutprävention für junge Lehrkräfte (Workshop-Reihe mit frei wählbaren Modulen)
    • Modul 1: Burnoutprävention
    • Modul 2: Stressbewältigung
    • Modul 3: Resilienz
    • Modul 4: Lebensbalance
    • Modul 5: Achtsamkeit
    • Modul 6: Selbstfürsorge

Soziale Gesundheit: Unterstützung der Schulleitung in der Führungsarbeit

Diese Maßnahmen dienen der Schulleitung, sich zu spezifischen Herausforderungen in der Führungsarbeit auszutauschen und beraten zu werden.

Halbtagesworkshop

  • Praxisberatung in der Rolle als Schulleitung

Ganztagesworkshop

  • Umgang mit psychisch belasteten Lehrkräften für Schulleitungen

 

B·A·D-Seminarbroschüre

  1. Schulleitung/Dienststellenleitung beantragt mittels Bewilligungsformular bei der zuständigen Regionalstelle des ZSL die gewünschte/n Veranstaltung/en 
    • Bewilligung/ Teilbewilligung (ggfls. mit Angabe der Restfinanzierung) / durch die zuständige Regionalstelle des ZSL
    • Regionalstelle des ZSL leitet bearbeitetes Bewilligungsformular zurück an die Schule
    • Schule leitet Bewilligungsformular mit Genehmigungsvermerk per E-Mail (kundenkoordination-schule-bw(at)bad-gmbh.de) oder als Fax (07071/92 27 27) an die B·A·D-Kundenkoordination weiter
  1. B·A·D-Kundenkoordination nimmt Kontakt auf mit Schule/Dienststelle zur Terminvereinbarung für die gewünschte/n Veranstaltung/en und veranlasst fachliche Auftragsklärung durch Referent/in
  2. Fachliche Auftragsklärung durch B·A·D
    • B·A·D-Referent/in nimmt Kontakt auf mit Schule/Dienststelle zur fachlichen Auftragsklärung für die beabsichtigte/n Veranstaltung/en
    • Information zur Ausrichtung der Module
      • Welches Ziel wird mit dem gewählten WS verfolgt?
      • Was hat zur Entscheidung für das gewählte Thema beigetragen?
      • Sonstige Aspekte
    • Benötigte Raumausstattung, Veranstaltungsdauer / zeitliche Gestaltung, max. Teilnehmerzahl
    • Hinweise zur Weiterleitung der erhaltenen Informationen an das Kollegium und die Schulleitung
    • Die Schule erhält im Nachgang eine zusammenfassende E-Mail.

FAQ

Nein, es ist kein Angebot durch B·A·D erforderlich. Die gewünschten Maßnahmen können durch die Schulleitung mittels Bewilligungsformular bei der zuständigen Regionalstelle des ZSLs beantragt werden.

Bewilligung erfolgt durch die zuständige Regionalstelle des ZSLs

Bewilligte Maßnahmen müssen in dem Haushaltsjahr durchgeführt und abgerechnet werden, für welches die Mittel bewilligt wurden.

Die Restfinanzierung muss von Schule sichergestellt werden und kann aus schuleigenen Mitteln oder Fördergeldern erfolgen. In diesem Falle wird der fehlende Restbetrag der Schule direkt in Rechnung gestellt.

Ja, sofern die gewünschte Maßnahme dem bewilligten Budgetrahmen entspricht. Dies kann bei der Terminkoordination oder bei der fachlichen Auftragsklärung mit unseren Beratern besprochen werden.

Die Rechnung wird direkt durch die B·A·D der zuständigen und bewilligenden Regionalstelle des Zsls zur Begleichung zugestellt. Eine Ausnahme ist in Punkt 5. aufgeführt.

Aus didaktischen Gründen sind unsere Workshops auf eine Teilnehmerzahl von maximal 15 Personen begrenzt.

Werden vereinbarte Termine nicht eingehalten und hat dies die B·A·D nicht zu vertreten, so kann sie bei Absagen von weniger als 14 Tage vor dem vereinbarten Termin 50% und bei Absagen von weniger als drei Tage vor dem vereinbarten Termin 100% der vereinbarten Vergütung für entstandene Ausfallzeiten in Rechnung stellen. Bitte setzen Sie sich bei erkennbaren Umsetzungsproblemen mit bereits fest vereinbarten Terminen frühzeitig und ausschließlich mit der regional zuständigen B·A·D-Kundenkoordination in Verbindung (kundenkoordination-schule-bw(at)bad-gmbh.de), damit die eingeplanten Referenten anderweitig disponieren können.